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FDP-Verkehrsexperte Döring spricht in Göttingen: Liberale bekennen sich zu ICE-Systemhalt, Fernbussen und GVZ-Ausbau

Auf Einladung des FDP-Kreisverbandes Göttingen trug der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring, am gestrigen Abend in der Junkenschänke zu den Mobilitätsanforderungen Niedersachsens und speziell Südniedersachsens vor.

Der Bundestagsabgeordnete aus Hannover setzt sich seit Jahren energiesch für den geplanten Schienenausbau zwischen Bremen, Hannover und Hamburg (Y-Trasse) ein und hob deren Bedeutung für ganz Niedersachsen hervor. Die verbesserte Anbindung der Häfen und die Vernetzung der Mittelzentren sei aufgrund des prognostizierten Anstiegs des Güterverkehrsaufkommens notwendig, so Döring. Nur so ließen sich Wachstum, lokale Wertschöpfung und damit auch Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen.

Döring, der auch stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion ist, betonte die Notwendigkeit, sich auch weiterhin für den ICE-Systemhalt Göttingen stark zu machen. Er warnte zudem davor, den Schienenpersonenverkehr künftig schleichend durch den Schienengüterverkehr zu ersetzen. Der Göttinger FDP-Kreisvorsitzende Dr. Lutz Knopek ergänzte, aus vielen Gesprächen mit Unternehmen in der Region wisse er, dass der Systemhalt ein ganz bedeutender Standortfaktor sei und eine schleichende Abhängung des Haltepunktes unbedingt verhindert werden müsse. „Erst in der letzten Woche habe ich mit einem Göttinger Unternehmen gesprochen, welches für seine Kunden Seminare in Göttingen anbietet. Ohne ICE-Systemhalt stellt sich für nicht nur für dieses Unternehmen die Standortfrage. Wir Göttinger müssen hier weiter an einem Strang ziehen, um die gute Bahninfrastrukturanbindung im Fernverkehr zu erhalten“, so der FDP-Kreisvorsitzende weiter.

Das steigende Güterverkehrsaufkommen im Transitland Niedersachsen mache auch den Ausbau des Güterverkehrszentrums (GVZ) notwendig. „Die FDP steht zum Ausbau des Güterverkehrszentrums, weil damit große Chancen für neue Arbeitsplätze in unserer Region verbunden sind“, betonte Knopek.

Als Chance, um mehr Menschen Mobilitätsangebote zu machen, wertet Döring die Regierungsinitiative, private Fernbuslinien zuzulassen. Die Gefahr eines Oligopols im Fernbusmarkt sind Döring vorerst nicht. Es gelte, erst einmal den Markt zu öffenen und ein funktionsfähiges Angebot an die Fahrgäste zu machen, so der FDP-Verkehrsexperte.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Zukunft des Wasser- und Schifffahrtswesens. Döring sprach sich dafür aus, statt der reinen Tonnage auch die Werthaltigkeit der Güter und weitere Faktoren, wie etwa den Tourismus, stärker in die Bewertung von Wasserstraßen einzubeziehen. Insofern erwarte die FDP-Bundestagsfraktion noch Nachbesserungen im Reformentwurf des Bundesverkehrsministeriums. Dr. Lutz Knopek hatte in seiner Funktion als Bundestagsabgeordneter bereits deutlich gemacht, dass eine solche umfassende Analyse des Status Quo notwendig sei, um überhaupt erst eine ehrliche Aufgabenkritik vornehmen zu können und damit eine nachhaltige Reform des Wasser- und Schifffahrtswesens auf den Weg zu bringen.

Verfasser: Kommunalwahl 2011, Kreisverband, Pressemitteilungen

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