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Die „Blaue Tonne“ ist ein Kostenrisiko für das Stadtsäckel

Die Göttinger FDP fordert die Stadt Göttingen auf, bei der zukünftigen Altpapierentsorgung die für den Bürger kostengünstigste Variante zuzulassen, und das bedeutet nicht zwangsläufig die Übernahme dieses Dienstes durch die Stadt selbst!

Die Wahl eines privaten Anbieters bedeutet unter Kostenaspekten, dass die Stadt zum einen die erheblichen Anfangsinvestitionen nicht selbst tragen muss, zum anderen die laufenden Kosten stabil und kalkulierbar sind. „Unabdingbar sind eine flächendeckende Altpapiersammlung und eine Berücksichtigung der gemeinnützigen Bündelsammlung, damit Rosinenpickerei vermieden wird.“, nimmt die stellv. Stadtverbandsvorsitzende, Felicitas Oldenburg, Stellung.

Die sehr optimistischen Annahmen der Stadt zum Erfolg der „Blauen Tonne“ und damit zu den Kosten der Altpapierentsorgung lassen für die Bürger nichts Gutes ahnen: Nach einer zunächst von der Stadt in Aussicht gestellten Kostenentlastung von knapp 118000 € für die Bürger ist nun auf einmal nur noch von drohenden Mehrkosten bei den Müllgebühren die Rede, wenn die städtische Blaue Tonne nicht ausreichend genutzt werde.

Demgegenüber ergibt sich bei einer Vergabe an Private unter den obigen Grundbedingungen flächendeckender Entsorgung und einer Garantie für die Bündelsammlungen eine mehr als doppelt so hohe Ersparnis von gut 330.000 € jährlich!

Für entfallende Reinigungs- und Containerkosten an den bisherigen Altpapiersammelplätzen würden 181000 € p.a. definitiv eingespart, durch eine verringerte Restabfallmenge nach den Annahmen der Stadt bis zu 150000 € , insgesamt demnach 331000 €. (Angaben der Stadt nach dem „Konzept zur flächendeckenden Einführung der Papiertonne“ der Stadtreinigung, vorgestellt im Werksausschuss Umweltdienste am 26.2.2008, S. 13)

„Die Stadt spart zur Zeit bei vielen freiwilligen Leistungen, da hat der Bürger sicherlich kein Verständnis dafür, wenn die Stadt ohne Not ein unnötiges Kostenrisiko mit einem zusätzlichen Dienst eingeht, den private Anbieter ebenso oder besser leisten können.“ So Dr. Lutz Knopek, Stadtverbandsvorsitzender der FDP in Göttingen.

Verfasser: Stadtverband Göttingen

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