15. September 2009
Entsorgung von Energiesparlampen verbessern
Die FDP-Kreistagsfraktion und die FDP-Fraktion im Göttinger Stadtrat haben parallel jeweils Anträge in den Kommunalparlamenten eingebracht mit dem Ziel, für flächendeckende Annahmestellen zur Entsorgung von Energiesparlampen zu sorgen.
Ausrangierte Energiesparlampen sind Sondermüll, da sie 4 bis 8 Milligramm Quecksilber enthalten. Nur wenn sie getrennt von sonstigen Abfällen erfasst werden, kann das giftige Metall in geeigneten Recyclinganlagen kontrolliert entnommen und von den anderen Bestandteilen der Lampen (Glas, metallische Werkstoffe, etc.) getrennt verwertet werden. Seit dem 24. März 2006 schreibt auch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) ausdrücklich vor, dass Energiesparlampen nicht mehr über den Restmüll entsorgt werden dürfen. Nach Aussage der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) werden bundesweit mehr als 80 Prozent aller Leuchtstoff- und Energiesparlampen nicht ordnungsgemäß entsorgt. Auf diese Weise gelangen jährlich rund 800 Kilogramm reines Quecksilber in Form von Quecksilberdampf in die Atmosphäre.
Aus Sicht der FDP-Kommunalpolitiker macht das zum 01. September einsetzende Glühbirnenverbot durch die EU es notwendig, für eine bessere Rücknahmemöglichkeit von Energiesparlampen zu sorgen, da mit einer Erhöhung der Nutzungszahlen zu rechnen ist. „Mit flächendeckenden Annahmestellen – wie es in einigen Kommunen bereits praktiziert wird – kann die Akzeptanz der Sondermüllentsorgung erhöht und die Umweltbelastung verringert werden. Dabei ist möglicherweise eine Zusammenarbeit des Kreises mit den Gemeinden und den GEB sinnvoll“, meint Norbert Ullrich, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion.
Im Göttinger Stadtrat ist die FDP-Idee bereits auf ein positives Echo gestoßen. „Ich hoffe“, so Ullrich, „dass sich auch Kreistag und Kreisverwaltung bürgernah und pragmatisch zeigen“.
