10. Februar 2008
FDP gegen Gründung türkischsprachiger Schulen in Göttingen
Der Vorstoß des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zur Gründung türkischer Schulen in Deutschland trifft in der Göttinger FDP auf klare Ablehnung. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Vorsitzenden der Göttinger FDP-Kreistagsfraktion und FDP-Stadtratsfraktion, Norbert Ullrich und Wolfgang Thielbörger: „Wir wollen keine türkischsprachigen Schulen in Göttingen. Türkischsprachige Schulen würden nicht zu besserer Integration führen – im Gegenteil. Das zeigen schon Erfahrungen aus anderen Ländern. In Kalifornien wurden in den 90er-Jahren mexikanische Einwanderer in den Grundschulen auf Spanisch unterrichtet. Die Ergebnisse waren verheerend. Umfragen belegten, dass die Praxis nicht zu mehr Integration, sondern zu mehr Abschottung führte. Die Schüler lernten kaum Englisch. Auch die Ergebnisse des Pisa-Tests belegen, dass Migrantenkinder nur dann über ähnlich hohe Kompetenzen wie ihre deutschen Mitschüler verfügen, wenn sie Deutsch sprechen. Parallelgesellschaften müssen verhindert werden. In Göttingen sollen sich keine Ghettos entwickeln.“ Zu Erdogan meinen Ullrich und Thielbörger: „Die Türkei sollte sich nicht in die deutsche Politik einmischen.“
