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FDP sieht Bedenken gegen Einrichtung von Integrierter Gesamtschule in Bovenden und KGS in Groß Schneen bestätigt

Die FDP-Fraktion im Göttinger Kreistag sieht angesichts des jetzt veröffentlichten Ergebnisses der Elternbefragung in der Stadt Göttingen zum Thema „IGS Bovenden“ ihre Bedenken gegen Gesamtschulgründungen in Bovenden und Groß Schneen bestätigt.

Bei der Befragung in der Stadt Göttingen hat sich ergeben, dass nur 11% der Göttinger Grundschul-Eltern sich vorstellen können, ihr Kind an einer IGS Bovenden anzumelden. Sogar von denjenigen Göttinger Eltern, die ihr Kind auf eine Göttinger Gesamtschule schicken wollen, sind nach dem Ergebnis kaum mehr als die Hälfte bereit, ihr Kind notfalls zu einer IGS Bovenden zu schicken. In Bovenden selbst hatten nur 39% der Eltern sich für eine IGS Bovenden ausgesprochen. „Angesichts dieser Zahlen die Bovender Haupt- und Realschule aufzulösen und statt dessen eine IGS in Bovenden zu gründen, hätte mit Elternwillen nichts zu tun, sondern wäre rein ideologisch begründet“, meint der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Dr. Norbert Ullrich. Der FDP-Politiker verweist zudem darauf, dass die Mehrzahl der an einer Göttinger Gesamtschule angemeldeten Kinder auch tatsächlich an einer der Göttinger Gesamtschulen einen Platz bekommt. „Die Kreisverwaltung operiert mit Phantasiezahlen, wenn sie zu den Umfragezahlen aus Bovenden die Zahlen derjenigen Göttinger hinzuaddiert, die notfalls ihr Kind zu einer IGS Bovenden schicken würden. Tatsächlich werden die meisten dieser Kinder niemals nach Bovenden kommen, da sie einen Platz an einer Göttinger Gesamtschule erhalten. Die realistisch zu erwartenden Zahlen für eine IGS Bovenden liegen nach den Umfrageergebnissen nur bei ca. 100 bis 120 Kindern. Gesetzlich gefordert sind aber 130. Die Landesschulbehörde sollte auf die Rechentricks von Kreisverwaltung, CDU/Grünen und SPD nicht hereinfallen und die Gesamtschulgründung ablehnen.“ Daneben verweist Ullrich auf die zu erwartenden Qualitätsprobleme, die sich an einer IGS Bovenden ergeben würden: „Wenn für eine IGS Bovenden diejenigen Kinder übrig bleiben, die an der IGS Geismar nicht angenommen werden, würde eine IGS Bovenden im Vergleich zu Geismar eine IGS zweiter Wahl werden.“

Für Groß Schneen hatte die Elternbefragung ohnehin nicht die gesetzlich erforderliche Zustimmung von Eltern ergeben. „Es bleibt zu hoffen, dass die Kreistagsmehrheit aus CDU/Grünen und SPD endlich die Wirklichkeit zur Kenntnis nimmt“, meint der FDP-Fraktionsvorsitzende abschließend.

Verfasser: FDP im Göttinger Kreistag

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