23. Juli 2010
Semmelroggen: Als Badesee erhaltenswert
Die Bevölkerung und die örtliche Politik sind sich einig darin, dass der Badesee des Wendebaches erhalten bleiben muss. Das Problem besteht darin, dass das niedersächsische Umweltministerium auf Vorschlag des NLWKN immer noch davon ausgeht, es handele sich auch nach Rückbau weiterhin um eine Talsperre und daher müssten für die technischen Standards die strengeren Vorschriften der DIN 19700 zur Anwendung kommen. Ob diese Auffassung auch dann noch gültig ist, wenn der Rückbau bis auf das derzeitige Niveau der Oberfläche des Sees geführt wird, ist noch nicht vollends untersucht worden. Das Büro Rinne, Rosdorf, hat hierzu eine Vorstudie aufgrund anderweitig gemachter Kenntnisse erstellt. Wie weit diese Kenntnisse auch für den Badesee Wendebach zutreffen, müsste noch durch vertiefende Untersuchungen geklärt werden.
Hierzu soll aber offensichtlich seitens NLWKN und Ministerium keine Gelegenheit gegeben werden, obwohl die Ablehnungsgründe nur auf Äußerungen im Konjunktiv gefasst sind. Dabei wird stets auf die für Talsperren anzuwendende DIN 19700 verwiesen. Ich kann mir vorstellen, dass bei einem Rückbau auf Badesee-Niveau diese DIN zwar nicht ganz zu vernachlässigen ist, aber längst nicht alle Techniken mit ihren höchst anzuwendenden Normen dann noch notwendig sein müssen.
Gewollt ist die Erhaltung des Badesees. Um hierfür die notwendigen Untersuchungen, Vorkehrungen und Maßnahmen darlegen zu können, sollte dem Büro Rinne Gelegenheit gegeben werden, diese zu erstellen. Nur so könnte sich die bisher angewendete Qualität „Talsperre“ möglicherweise herabmindern lassen. In diesem Sinne müssen die politisch/fachlich zu führenden Gespräche ihren Ansatz haben.
