3. April 2010
Wirtschaftsminister Bode (FDP) diskutiert mit Göttinger Wirtschaftsvertretern
Auf Einladung der FDP-Kreistagsfraktion diskutierte Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) am vergangenen Dienstag im „Schwarzen Bären“ in Göttingen mit Vertretern der Göttinger Wirtschaft. Der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Norbert Ullrich, beschrieb in seiner Begrüßung das Ziel der Veranstaltung: Die für die Wirtschaftspolitik im Raum Göttingen maßgeblichen Akteure sollten an einen Tisch gebracht werden.
Minister Bode bescheinigte in seiner Rede der Göttinger Wirtschaft gute Zukunftsvoraussetzungen. Dabei hob er insbesondere den geplanten 6-spurigen Ausbau der Autobahn A 7, das zu erwartende Wachstum der Logistikbranche, den Tourismus und die notwendige stärkere Nutzung der Vorteile des Hochschulstandortes Göttingen für die Wirtschaft hervor. Die anwesenden Vertreter u.a. von Wirtschaftsförderungsorganisationen wie WRG, GWG und Südniedersachsenstiftung sowie von IHK, Handwerkskammer, Politik und Unternehmen nahmen die Ausführungen des Ministers positiv auf. Prof. Harteisen von der HAWK warb um Unterstützung für den geplanten Aufbau eines dritten Fachbereiches an der Fachhochschule. Ein wichtiges Thema in der Diskussion war zudem die Versorgung des ländlichen Raumes mit DSL, was vor allem in der Gemeinde Staufenberg ein Problem ist. Hauptgeschäftsführer v. Wendt vom Arbeitgeberverband unterstützte die Forderung eines raschen DSL-Ausbaus und verwies darauf, dass frühere Versuche von Kooperationen mit Hessen keinen Erfolg gebracht hätten; daher seien kleinteilige Lösungen vorzuziehen. Landrat Schermann (CDU) verwies auf die Erfolge, die die Wirtschaftsförderung im Kreis Göttingen in den letzten Jahren bereits erzielt habe. Hartwig Ubben, Leiter des FDP-Arbeitskreises Wirtschaft, brachte mit der Y-Trasse nochmals die Verkehrspolitik ins Spiel. Hier musste Minister Bode allerdings um Geduld bitten: Frühestens im Jahr 2019 sei mit einem Bau zu rechnen.
Insgesamt hatten die Teilnehmer der Veranstaltung den Eindruck, dass die Wirtschaftspolitik für den Raum Göttingen mit dem neuen niedersächsischen FDP-Wirtschaftsminister einen guten Ansprechpartner hat. Vielleicht war es ja kein Zufall, dass – wie ein Teilnehmer berichtete – Jörg Bode jüngst bei einer Rede in Berlin zweimal Hannover, aber fünfmal Göttingen erwähnt hat…
