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Bescheid der Landesschulbehörde gute Nachricht für Kinder, Eltern und Schulen

Die FDP-Fraktion im Göttinger Kreistag begrüßt den Zwischenbescheid der Landesschulbehörde, mit dem die Landesschulbehörde mitgeteilt hat, nach derzeitigem Stand die beantragte Ersetzung der Haupt- und Realschulen in Bovenden, Gieboldehausen und Groß Schneen durch Gesamtschulen nicht genehmigen zu können. „Wir Liberalen haben von vornherein deutlich gemacht, dass auch der Wille derjenigen Kinder und Eltern beachtet werden muss, die Gymnasium, Realschule und Hauptschule wollen. Die Entscheidung der Landesschulbehörde ist eine gute Nachricht für Kinder, Eltern und Schulen.“, sagt der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Dr. Norbert Ullrich. „Das niedersächsische Schulgesetz setzt in erster Linie auf das dreigliedrige Schulsystem, was pädagogisch und angesichts der Pisa-Ergebnisse richtig ist. Gesamtschulen können nur als Ausnahme unter bestimmten Bedingungen zugelassen werden. Diese Bedingungen sind in Bovenden, Gieboldehausen und Groß Schneen nicht erfüllt, wie die Elternbefragung ja gezeigt hat. Die Landesschulbehörde muss sich an das geltende Recht halten und darf dem politischen Druck der linken Parteien und der Göttinger Kreis-CDU nicht nachgeben.“

Ullrich verweist im Einzelnen nochmals auf die Ergebnisse der Elternbefragungen, mit denen die Kreisverwaltung versucht hatte, einen Bedarf für Gesamtschulen festzustellen: “Nur 11% der Göttinger Grundschul-Eltern können sich vorstellen, ihr Kind an einer IGS Bovenden anzumelden. Sogar von denjenigen Göttinger Eltern, die ihr Kind auf eine Gesamtschule schicken wollen, sind nach dem Ergebnis kaum mehr als die Hälfte bereit, ihr Kind notfalls zu einer IGS Bovenden zu schicken.  In Bovenden selbst hatten nur 39% der Eltern sich für eine IGS Bovenden ausgesprochen. Die realistisch zu erwartenden Zahlen für eine IGS Bovenden liegen nach den Umfrageergebnissen nur bei ca. 100 bis 120 Kindern. Gesetzlich gefordert sind aber 130. Für Groß Schneen hatte die Elternbefragung ohnehin nicht die gesetzlich erforderliche Zustimmung von Eltern ergeben. Nur in Gieboldehausen könnte es kurzfristig für die Einrichtung einer Gesamtschule reichen, doch müsste diese bald wieder geschlossen werden, da in Gieboldehausen aufgrund der Geburtenzahlen mit einem deutlichen Rückgang der Schülerzahl zu rechnen ist.“

Für die Zukunft meint der FDP-Fraktionsvorsitzende: „Es bleibt zu hoffen, dass die Kreistagsmehrheit aus CDU/Grünen und SPD nun zur Sachpolitik zurückkehrt und aufhört, einen angeblichen Gesamtschul-Elternwillen herbeizureden. Ein Festhalten an unrealistischen Zielen nützt niemandem. Es ist an der Zeit, gemeinsam ein komplettes Schul-Konzept für den Kreis Göttingen zu entwickeln. Die demographische Entwicklung und der tatsächlich sehr differenzierte Elternwille müssen endlich ohne ideologische Scheuklappen akzeptiert und eine rechtlich zulässige Lösung erarbeitet werden.“

Verfasser: Kreistagsfraktion

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