1. Juni 2010
FDP bedauert Rücktritt Köhlers und fordert: Politische Auseinandersetzungen sachlich austragen!
Der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Norbert Ullrich, äußert sich bedauernd zum Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler: „Es ist sehr schade, dass Bundespräsident Horst Köhler nach den Angriffen gegen ihn zurückgetreten ist. Deutschland verliert einen bedeutenden Politiker in verantwortlicher Stellung, der Wahrheiten ausgesprochen und Denkanstöße geliefert hat. Ein Bundespräsident hat das Recht, Diskussionen anzustoßen, ohne gleich niedergemacht zu werden.“
Ullrich sieht in dem Köhler-Rücktritt ein Warnsignal: „An die Stelle sachlicher politischer Debatte tritt leider häufig der bloße Schaukampf, in dem persönliche Angriffe und Unterstellungen üblich sind. Ein solcher po-litischer Stil ist weit verbreitet und lässt sich auch auf lokaler Ebene beobachten. Wenn sich deswegen anständige Leute wie Horst Köhler von der Mitwirkung im demokratischen Staat verabschieden, nimmt die Demokratie Schaden.“ Der FDP-Fraktionsvorsitzende ap-pelliert daher: „Alle Beteiligten, insbesondere Politiker und Journalisten, sind aufgefordert, politische Auseinandersetzungen sachlich auszutragen!“
