28. Januar 2009
FDP zu Gesamtschulen: Beachtung von Elternwillen und bekannter gesetzlicher Vorgaben selbstverständlich!
Die Vorsitzenden des FDP-Kreisverbandes Göttingen und der FDP-Kreistagsfraktion, Christiane Brunk und Norbert Ullrich, haben in einer gemeinsamen Erklärung zu aktuellen Meldungen Stellung genommen, wonach die Landesschulbehörde derzeit keine Genehmigung für Gesamtschulen im Kreis Göttingen erteilen will.
Die FDP-Politiker verlangen: „Der Elternwille und die gesetzlichen Vorgaben müssen beachtet werden.“ Beide meinen: „Eine Schließung von Realschulen und Hauptschulen zugunsten von Gesamtschulen ist pädagogisch nicht sinnvoll. Es ist richtig, dass das Land Niedersachsen das nur dann zulässt, wenn Gesamtschulen wirklich von den meisten Eltern dauerhaft gewünscht werden und kein Kind z.B. wegen der Entfernung gezwungen wird, eine Gesamtschule zu besuchen.“
CDU, SPD, Grüne und Linkspartei haben im Dezember ohne Rücksicht auf die fehlende Elternzustimmung und ohne Beachtung der längst bekannten Vorgaben des Landes die Einrichtung von drei Gesamtschulen beschlossen. „Wer sich von Ideologie leiten lässt und dabei so dilettantisch und kompromisslos vorgeht wie die Kreistagsmehrheit, muss sich nicht wundern, wenn es hinterher Probleme gibt. Das niedersächsische Schulgesetz in der Fassung vom 8.10.2008 legt die Voraussetzungen für die Errichtung von Gesamtschulen fest, an die Kreisverwaltung und die Landesschulbehörde gebunden sind; dass sie entsprechend handeln, kann man ihnen nicht vorwerfen“, so Brunk und Ullrich. Die FDP hatte bereits im Kreistag gewarnt und als einzige Fraktion gegen die Ersetzung der Realschulen und Hauptschulen in Bovenden, Gieboldehausen und Groß Schneen durch Gesamtschulen gestimmt.
