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Capital-Städteranking: Göttingen macht zu wenig aus seinen Möglichkeiten

“Göttingen macht zu wenig aus seinen Möglichkeiten”, so das Urteil der FDP-Ratsfraktion zum eher mäßigen Abschneiden der Region im aktuellen Städtetest der Wirtschaftszeitschrift Capital. Stadt und Landkreis Göttingen, die gemeinsam bewertet wurden, landen auf Platz 48 der 60 wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands.

Bereits zum fünften Mal bündelt das Feri-Institut im Auftrag der Capital-Redaktion Konjunkturprognosen und Regionalanalysen zu einem Gesamtbild. In Interviews mit Firmen und Verbänden ermittelt das Institut die Stadtregionen, die für Investoren und Beschäftigte die größte Bedeutung haben. Mit komplexen Prognosemodellen berechnet es für jede Stadt, wie sich Wirtschaftsleistung, Jobs, Bevölkerung und Kaufkraft bis zum Jahr 2015 entwickeln. Die Ergebnisse verdichtet das Institut zu einer Zahl. Je mehr der maximal 100 Punkte eine Stadt erzielt, desto besser. Göttingen erzielt im aktuellen Test 33 Punkte, das sind 3,7 Punkte mehr als 2007, als Stadt und Landkreis Platz 55 belegten.

“Die Verbesserung um sieben Plätze darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Göttingen noch immer im letzten Drittel platziert ist. Gerade als Wissensregion ist das enttäuschend. Andere stark von der Wissenschaft geprägte Stadtregionen wie Heidelberg, Freiburg oder Tübingen stehen deutlich besser dar. Wir brauchen dringend eine Politik, die der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Bindung von Universitätsabsolventen Priorität einräumt”, fordert FDP-Ratsherr Ben Schroeter. Die Capital-Untersuchung zeige, dass Wissenschaftshochburgen keine Selbstläufer sind. Vielmehr bedürfe es der richtigen Rahmenbedingungen und eines positiven Wirtschafts- und Gründerklimas, um die Potentiale der Wissenschaft zu heben.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) sei aufgefordert, alles Verwaltungshandeln auf diese Ziele auszurichten. “Pannen im Umgang mit Investoren wie zuletzt bei IKEA dürfen einfach nicht passieren. Wir können es uns nicht leisten, mehr als 200 Arbeitsplätze auf absehbare Zeit einfach in den Wind zu schreiben”, so der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende. Auch die kommunalen Steuern und Abgaben sowie die städtische Regulierungsdichte müssten kritisch durchforstet werden. “Wer wie die rot-grüne Ratsmehrheit ständig über neue Abgaben zur Finanzierung von Wunschprojekten nachdenkt, darf sich nicht über schlechte Platzierungen wundern. So kommt unsere Region jedenfalls nicht voran”, stellt Schroeter abschließend fest.

Mehr Informationen zum Städteranking finden Sie hier auf der Seite des Wirtschaftsmagazin Capital.

Verfasser: FDP im Rat der Stadt Göttingen

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