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FDP-Ratsfraktion will Kriminalitätsatlas für Göttingen

Die FDP-Ratsfraktion setzt sich für die Erstellung eines kommunalen Kriminalitätsatlasses für die Stadt Göttingen ein. „Durch eine systematische Erfassung und kontinuierliche Fortschreibung der räumlichen Verteilung der Tatorte wollen wir eine Grundlage für gezielte Maßnahmen gegen Straftaten in Göttingen schaffen. Die Debatte um den Wilhelmsplatz hat gezeigt, dass eine vernünftige Entscheidungsgrundlage für zeitnahes Handeln der Stadtverwaltung unerlässlich ist“, so FDP-Ratsherr Ben Schroeter. Mit einem kommunalen Kriminalitätsatlas könne nach Ansicht der FDP frühzeitig negativen Entwicklungen entgegengewirkt werden.

Ein kommunaler Kriminalitätsatlas stellt die Verteilung von Straftaten der Polizeilichen Kriminalstatistik im öffentlichen Raum kleinräumig dar. Damit kann die örtliche Verteilung von Kriminalität, auch für einzelne Delikte, einfach nachvollzogen werden. „Wir wollen mit dieser Maßnahme auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stärken. Untersuchungen zeigen, dass viele Menschen die Kriminalität in ihrer Umgebung oftmals viel zu hoch einschätzen“, so Schroeter. Mit einer einfach zu handhabenden räumlichen Darstellung könne Aufklärung betrieben werden und tatsächliche Kriminalitätsschwerpunkte lokalisiert werden. Ein Kriminalitätsatlas gehöre daher in vielen Städten mittlerweile zum integralen Bestandteil der kommunalen Kriminalitätsprävention. „Wir werden mit unserem Ratsantrag die Verwaltung bitten, im Rahmen der bestehenden Sicherheitspartnerschaft Kontakt mit der Göttinger Polizei aufzunehmen, um die anonymisierten Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik auf kleinräumiger Ebene zu erhalten“, sagt Schroeter. Damit könne der Fachdienst Statistik dann regelmäßig einen Überblick über die Kriminalität in der Stadt Göttingen erstellen. Ausgeschlossen sei für die FDP-Fraktion allerdings eine Veröffentlichung der räumlichen Verteilung der Wohnorte von Tatverdächtigen. Dies verletzte den Datenschutz der Betroffenen zu sehr und könne außerdem zu einer Stigmatisierung einzelner Wohnorte führen.

Links zu diesem Thema:

Kriminalitätsatlas der Stadt Heidelberg

http://www.heidelberg.de/servlet/PB/menu/1116399/index.html

Verfasser: FDP im Rat der Stadt Göttingen

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