15. Januar 2008
Meyer lässt Stadtjugendring im Regen stehen
„Oberbürgermeister Meyer lässt den Stadtjugendring im Regen stehen“, so das Fazit von FDP-Ratsherr Ben Schroeter zur Diskussion um die Zukunft des Stadtjugendrings Göttingen. Heute sei der letzte Tag an dem der Stadtjugendring seine Türen für Kinder und Jugendliche in der Stadt Göttingen öffne und noch immer gäbe es keine konkrete Aussage des Oberbürgermeisters zur zukünftigen Finanzierung. „Das ist ein absolutes Armutszeugnis für den Oberbürgermeister“, so Schroeter. Seit Monaten sei bekannt, dass der Stadtjugendring zur Fortsetzung seiner hervorragenden Arbeit eine Finanzierungszusage der Stadt Göttingen benötige. Oberbürgermeister Meyer aber hätte den Haushaltsansatz sogar noch gekürzt. „Wer die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernst nimmt, handelt anders“, erklärt der jugendpolitische Sprecher der FDP-Fraktion. Und weiter: „Es wäre ein leichtes für den Oberbürgermeister gewesen, den Haushaltsansatz auch nachträglich an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Das fordern ja auch die Göttinger JUSOS von ihm.“
Besonders ärgerlich sei es aus Sicht der FDP-Ratsfraktion, dass die ungewisse Zukunft des Stadtjugendrings das Einwerben von Landesmitteln erheblich erschwere. „FDP und CDU leisten seit Wochen harte Lobbyarbeit auf Landesebene, um ein Modellprojekt zur Qualifizierung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Eigenverantwortlichen Schule nach Göttingen zum Stadtjugendring zu holen. Dies kann uns aber nur dann gelingen, wenn eine eigenständige Finanzierung des Stadtjugendrings vor Ort gesichert ist“, so Schroeter. Das Land wolle sichergehen, dass es keine kommunalen Aufgaben mitfinanziere. Die FDP fordere deshalb von Oberbürgermeister Meyer und der rot-grünen Ratsmehrheit schnellstmögliche Planungssicherheit für den Stadtjugendring.
