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FDP-Ratsfraktion macht sich für Streichung der Göttinger Liste stark

Die FDP-Ratsfraktion macht sich für eine Abschaffung der so genannten Göttinger Liste stark. Die Liste ist Teil des kommunalen Einzelhandelskonzeptes und umfasst jene Artikel, die vorrangig in der Göttinger Innenstadt verkauft werden dürfen. „Die Göttinger Liste entbehrt jeglicher ökonomischen Grundlage und ist nichts anderes, als ein Wettbewerbsverhinderungsinstrument. Es ist nicht einsehbar, warum zum Beispiel Bücher nur hauptsächlich in der Innenstadt verkauft werden sollen“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Thielbörger. Die FDP werde deshalb einen Antrag auf Streichung der Liste zur nächsten Ratssitzung einbringen.

Die Göttinger Liste war im Dezember 2005 als zentrales Steuerungsinstrument der Stadtverwaltung bei Gewerbeneuansiedlungen eingeführt worden. „Die Befürchtungen der Innenstadthändler, dass durch den Kaufpark eine Flucht der Kunden auf die grüne Wiese einsetzen würde, hat sich nicht bestätigt. Das hat der gerade erschienene Kempers Report klar und deutlich nachgewiesen“, so FDP-Ratsherr Thielbörger. Der Marktreport des auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierten Düsseldorfer Unternehmen Kempers hatte die Göttinger Innenstadt als eine der 30 attraktivsten Deutschlands benannt und den 1A-Lagen der Innenstadt glänzende Entwicklungschancen eingeräumt.

„Vor diesem Hintergrund ist es Zeit, die Planwirtschaft in der Stadt zu beenden und allen Marktteilnehmern im Einzelhandel die gleichen Chancen einzuräumen – egal ob in der Innenstadt oder anderswo. Schließlich tragen alle im gleichen Maße zur Attraktivität des Standortes Göttingen bei und sichern Arbeitsplätze“, so Thielbörger abschließend.

Verfasser: Fraktion im Rat der Stadt Göttingen

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